Viele Sagen, Mythen, Geschichten, Interpretationen und mehr oder weniger brauchbare Informationen sind über sogenannte Kraftorte offiziell zu finden. Feinfühligen Menschen ist es allerdings sehr wohl möglich, Unterschiede in der Qualität eines Ortes wahrzunehmen und durch geschulte Beobachtungsgabe festzustellen. Bedenken wir, dass das Wissen unserer Ahnen noch nicht so lange schriftlich überliefert wird, sind wir denn auch auf unkonventionelle Methoden angewiesen, um uns diesem Thema so gut, gewissenhaft und so objektiv wie möglich wieder anzunähern. Obwohl unsere Wahrnehmung immer subjektiv ist, so kann in der Erforschung der Gesamtzusammenhänge mit Einbezug der bestehenden Überlieferungen und im Austausch mit anderen Menschen zumindest eine Ahnung von einem Bild entstehen.
Ebenso wie der menschliche Körper seine Energiezentren hat, so hat sie auch die Erde, betrachtet als grosser Organismus, seine Akkumulationen von Energie. Diese Orte erhöhter Kraft, heben sich demnach in ihrer Intensität und Qualität deutlich von ihrer Umgebung ab. Über unsere Augen wahrnehmbar, stellen wir oft eine besondere Schönheit fest und können eigentümliche Felsen, spezielle Anordnungen von Steinen und oftmals imposante Wuchsformen von Pflanzen sehen.
So mögen einige Pflanzen sowie auch Tiere solche Zonen mit verstärkter Kraft besonders, andere hingegen meiden sie. Über unser Gespür, unser Körperempfinden, unser Fühlen können wir an manchen Orten eine Harmonie, an anderen eine erhöhte Kraft, wieder an anderen Orten eine berührende Lieblichkeit wahrnehmen.
Für unsere Ahnen war die ausgeprägte Beobachtungsgabe und das Hellfühlen überlebenswichtig. Mit Gewissheit hatten unsere Vorfahren eine viel ausgeprägtere Wahrnehmungsfähigkeit, die wir mit all den verstandeslastigen Geschäftigkeiten und über die technischen Entwicklungen mehr und mehr verkümmern lassen, da sie uns das Überleben nicht mehr sichern muss. So glauben wir zumindest. Stellen wir uns nur ein Leben ohne all die technischen Möglichkeiten vor, die uns heute zur Verfügung stehen, ist es ein Leichtes zu verstehen, dass sich die Menschen damals auf andere Arten helfen mussten ihren Alltag zu meistern. Wir können davon ausgehen, dass unsere Ahnen, nicht nur aber vor allem, in vorchristlicher Zeit, die Naturkräfte noch eigenhändig zu verstärken wussten und das auch taten, um deren Leben dadurch unterstützend zu gestalten. Infolge der Christianisierung wurde viel altes Wissen unterdrückt, verboten und dennoch mag es interessanterweise kein Zufall sein, dass genau an solchen Kraftorten, mit der Einkehr des Christentums, Kapellen und Kirchen erbaut worden sind.
Ein wichtiger Hinweis zum Thema Kraftorte:
Orte mit erhöhter natürlicher Kraft sind keine Selbstbedienungsläden.
Durch unsere Unachtsamkeit können wir einen Kraftort stören, auch dauerhaft.
Wir dürfen sehr wohl solche Orte aufgrund einer gewissen Bedürftigkeit (Schwäche, Energielosigkeit,…) besuchen, im Bewusstsein, dass wir in andere Bewusstseinsfelder eintauchen, uns mit ihnen verbinden, um vielleicht mehr Kraft, Zuversicht und Klarheit zu erlangen, wenn wir sie wirklich brauchen.
In stiller Dankbarkeit, Freude und in einer erwartungslosen, nichtwissenden Haltung, begegnen wir einem Ort, einem Bewusstseinsfeld mit entsprechendem Respekt und Würde – in der völligen Ahnungslosigkeit, was aus dieser Begegnung entstehen mag.
So möchten wir mit dieser kleinen Auflistung, die nach und nach ergänzt wird, einige sehr spezielle Orte der Kraft vorstellen oder wieder in Erinnerung rufen. Denn: In einer dankbaren, wertschätzenden Haltung in Verbindung zu gehen mit der uns umgebenden Natur, kann ein ungeahnt bereicherndes Erlebnis sein – nicht nur an Kraftorten, sondern grundsätzlich überall.
Verenaschlucht, Kanton Solothurn

Der Name der Schlucht, nahe Solothurn, geht auf die heilige Verena zurück. In einer Höhle hinter der heute noch bestehenden Stankt Martinskapelle, soll die heilige Verena im dritten Jahrhundert nach Christus gelebt und sich als Heilerin einen sehr bekannten Namen gemacht haben. Die Einsiedelei am Ende der Schlucht wird noch heute bewohnt und gepflegt.
Bemerkenswert sind die beiden Kapellen, einerseits die Sankt Verenakapelle, die in den steilen Felsen gebaut ist und andererseits die Sankt Martinskapelle mit dem stattlichen Altar und den alten Malereien. Auffallend sind ebenfalls die Wiederholungen der
drei Heiligen Frauen in Bild und Skulptur.
Auszug Wikipedia: „Als Ursprung einiger Heiligendreiheiten werden oft vorchristliche Göttinnen vermutet. Zumindest die Bevorzugung der Dreiergruppen scheint auf vorchristliche Bräuche und Vorstellungen wie etwa die keltischen Matronen zurückzugehen. Auch die teils bis heute noch sichtbaren antiken Steindenkmäler sind manchmal später als christliche Heiligendarstellungen gedeutet und in den Kult aufgenommen worden. Eine direkte Kontinuität von Figuren oder Namen konnte bisher jedenfalls noch nicht nachgewiesen werden.“
Früher als Wallfahrtsort bekannt, wird die Verenaschlucht heute mehrheitlich als Familienausflugsziel erwandert. In der Kapelle der heiligen Verena wird eine sehr hohe Erdenergie getestet. Leider ist der vermutlich kraftvollste Bereich der Kapelle, mit dem Sarg Jesu und verschiedenen Figuren Heiliger, abgesperrt. Ein Besuch lohnt sich so oder so.
________________________________
Engstlenalp, Berner Alpen

Ausgangspunkt ist Engelberg im Kanton Obwalden in der Zentralschweiz. Über den Jochpass hinab durch das Schaftal gelangt man zum malerischen Engstlensee im Kanton Bern. Das ganze Gebiet ist ein grosser, mystischer Kraftort, eingebettet in wunderschöner Alpenlandschaft.
Das Zentrum dieses Juwels ist ein grosser Stein, der beim Abstieg schon von weitem gut erkennbar und prominent im Gebiet thront. In der kleinen Alpsiedlung wird ein urchiges Hotel in der 4. Generation von der Familie Immer betrieben, deren Gastfreundschaft dieser eindrücklichen Gegend entspricht. Der Weg vom Hotel zum See führt an einem Moränenrücken mit Arven vorbei, auf welchem der grosse Stein zu sehen ist. Hier wurden mit dem Biometer sehr hohe Erdenergien getestet, die die der Ausstrahlungskraft der Pyramiden von Gizeh entsprechen sollen. Der Kompass ist aus unerklärlichen Gründen desorientiert. Ausführliche Beschreibungen sind im Buch „Orte der Kraft in der Schweiz“ von Blanche Merz, erschienen im AT Verlag, ISBN 3-85502-631-9, zu finden.
Diese unbeschreibliche Kraft, die von diesem Ort ausgeht, ist mehr als eindrücklich. Sie lässt einen demütig, dankbar und erfüllt sein über die reine Schönheit dieser Erde. In präsenter Achtsamkeit, Dankbarkeit und Demut dürfen wir uns dem Felsen nähern und hinfühlen, beobachten, erfassen, auf welche Art und Weise wir Menschen eingebettet sind in ein ewig grosses Wunder. Ein Geheimtipp: Halte Dich nicht abends vor dem Schlafen für längere Zeit in der Nähe des Steines auf, da es sein kann, dass Du kein Auge mehr zumachst ;-).

________________________________
Oberberghorn, Schynige Platte, Berner Alpen

Dieser Ort der Kraft wird nach eigenem Empfinden und eigenen Testverfahren als solchen definiert. Er ist nicht ersucht worden aufgrund von gefundenen öffentlichen Hinweisen oder Definitionen, was nicht heissen soll, dass es nicht solche gibt. Aus diesem Grund wird klar darauf hingewiesen, dass kein Anspruch auf allgemeine Richtigkeit, falls man von solcher in dieser Thematik überhaupt sprechen kann, erhoben wird.
Die Schynige Platte befindet sich im Berner Oberland und ist touristisch eher stark frequentiert. Nordöstlich der Schynige Platte befindet sich das Oberberghorn, welches als Aussichtspunkt rege begangen wird. An dessen Fusse führt ein Wanderweg vorbei über ein Geröllfeld, welches starke Kräfte zeigt, allerdings (nach meinem Empfinden) keine für uns Menschen förderlichen.
Unterhalb des Geröllfeldes befindet sich oben abgebildete Landschaft, u.a. bewachsen mit Fichten und Wacholder, wo an verschieden Stellen sehr stark erhöhte Kräfte empfunden und getestet werden. So ist es auch nicht erstaunlich, dass beim heutigen Besuch sehr wohl sich Menschen von diesem Ort angezogen fühlten, diesem jedoch nur einen kurzen Besuch abgestattet haben, wo anderswo die Wanderer sich niedergelassen und es sich gemütlich gemacht haben.
Für unsere Körper kann eine stark aufbauende Kraft auch schnell zuviel sein, bedenken wir, dass unser System Zeit braucht, diese Kräfte zu verdauen und zu verwerten. Jedenfalls sollten wir dabei stets gut der Stimme unseres Körpers lauschen und das Feld räumen, falls es angezeigt ist.
________________________________
Bi de sibe Brünne, Berner Alpen

Das Quellheiligtum «Bi de sibe Brünne» (Bei den sieben Brunnen) zuhinterst im Simmental in den Berner Alpen ist ein wahres Juwel und von einer immensen Kraft, Schönheit und Lieblichkeit geprägt. Es ist der Ursprung der Simme, die aus dem karstigen Gestein entspringt und nach etwa 55 Kilometer in den Thunersee mündet.
Zitat Wikipedia: «Der Name des Flusses erscheint erstmals im Jahr 1228 indirekt in einer historischen Quelle, dem Chartular von Lausanne, mit dem Ortsnamen von Zweisimmen in der lateinischen Schreibweise Duessimenes.Der Name könnte auf einen keltischen Flussnamen *Semónā zurückgehen, welcher mit dem urkeltischen Wort *sem-o- (giessen) in Zusammenhang stehen könnte. Alternativ wäre auch eine ursprüngliche Form Sumina möglich, was eine Ableitung des indoeuropäischen Wasserwortes sei, so, si(tröpfeln, rinnen, feucht) ist.»
Es ist ein geomantisch hochinteressantes Gebiet mit einer grossen Anzahl von unterschiedlichsten Kraft- und anderen sich deutlich von der Umgebung abhebenden Plätzen , die sich zu einem grossen, harmonischen Ganzen zusammenfügen.
Bitte betrete das Bett der Wasserläufe nicht – es ist anderen Wesen vorbehalten.
Corinne Faenzi
________________________________
Ja, ich will Gönnermitglied werden.

________________________________
