Der Schmerz, den wir durch unsere Mütter erfahren haben, hat den Ursprung nicht in ihnen.
Sie haben ihn einfach weitergetragen.
Genauso wenig hat er den Ursprung in den Müttern unserer Mütter, in unseren Grossmüttern.
Sie haben ihn einfach weitergetragen.
Ebenso wenig hat er den Ursprung in unseren Urgrossmüttern…
Dieser Schmerz ist ein über Generationen weitergereichtes Erbe, geformt aus Unterdrückung, Verfolgung, Vernichtung. Dieser Schmerz ist eine Folge der über (mindestens) Jahrhunderte gewaltsam unterdrückten Urverbindung zum Leben.
In Männern übrigens genauso wie in Weibern.
Er fordert uns auf, ihn ganz hinzunehmen und zu wandeln. So stehen wir irgendwann splitternackt vor der Frage: Wollen wir diesen über Generationen weitergegebenen Schmerz als Erbe unseren Kindern überlassen oder kommen wir durch die Einsicht seines Ursprungs zur klaren Ent-Scheidung: Nein, danke. Ich beende das.
Eine kritische Betrachtung unserer Geschichte kann das Geröll, das über unserer Erinnerung liegt, abtragen und Zugeschüttetes wieder freilegen. In Zusammenarbeit mit Adreas Ferch, dem Autor des Buches «Die Kultur der Frauenberge» hat Flo von «dieZuversicht» eine vierteilige Serie veröffentlicht, die uns unserem Ursprung wieder näherbringen kann.
Corinne Faenzi
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