Orte der Kraft sind Zonen mit erhöhter natürlicher Energie. Im Grunde sind dort bestimmte Reizzonen vorzufinden, die sich erfühlen und von einigen Menschen mit Pendel und Ruten auch messen lassen und wurden seit jeher von Menschen besucht. Oft sind auf solchen Kraftorten Kultstätten und später Kirchen und Klöster errichtet worden. Solche Orte sind verbreitet auch in der freien Natur zu finden ohne historisch auffälligen Hintergrund. Insekten, wie Ameisen und Wespen mögen diese Reizzonen sehr und bauen ihre Nester vorzugsweise darauf. Auch kann es sein, dass die Pflanzen einen speziellen und eigenartigen Wuchs aufweisen.
Gehen wir dankbar in Verbindung und sind wir mit einem Ort in gegenseitiger Resonanz, fühlen wir uns von diesem magisch angezogen und können eine veränderte Wahrnehmung beobachten, die sehr individuell ist. So kann ein wohltuender, erhebender, belebender Austausch mit der Natur stattfinden. Es kann denn auch sein, dass sich Mensch und Kraftort gegenseitig aufschwingen, bis sie ihr derzeit mögliches Potenzial erreicht haben. Vergleichbar wie wenn zwei Menschen «auf der gleichen Wellenlänge sind» und sich die Stimmung bedeutend steigern kann. Dann gibt es allerdings Kraftplätze, die uns Menschen weitaus „überlegen“ sind in ihrer Wirkkraft.
Natrülich gibt es auch abbauende Naturplätze, die Mensch und Tier nicht förderlich sind und uns schwächen. Für uns erkennbar sind sie an mangelnder Energie, plötzlicher Müdigkeit oder stetig zunehmender Schwäche bis zu Krankheit. Ebenso ist Vorsicht geboten bei Kultplätzen, die sich, je nach Kult, nicht positiv auf Lebewesen auswirken können.
Wir können in unserer Umgebung mit einfachen Wahrnehmungsübungen kleinere oder auch grössere Orte der Kraft erspüren lernen, indem wir präsent im Körperbewusstsein sind und uns einfach darauf achten, wie und was wir an bestimmten Stellen empfinden – stärkend, erhebend oder schwächend und abbauend.
Ein wichtiger Hinweis zum Thema Kraftorte:
Orte mit erhöhter natürlicher Kraft sind weder Selbstbedienungsläden noch Tankstellen!
Wir sollten dringend vermeiden aus einer Haltung der Selbstoptimierung oder „netten Abkürzungen“ für unsere Lebens- und Lernprozesse heraus solche Orte aufzusuchen. Die Haltung von noch besser, höher, schneller ist absolut vermessen und schädlich für den Ort, sowie den Menschen, der aus dieser Motivation heraus solche Plätze besucht.
Wir dürfen sehr wohl solche Orte aufgrund einer gewissen Bedürftigkeit (Schwäche, Energielosigkeit,…) besuchen, im Bewusstsein, dass wir in andere Bewusstseinsfelder eintauchen, uns mit ihnen verbinden, um vielleicht mehr Kraft, Zuversicht und Klarheit zu erlangen, wenn wir sie wirklich brauchen.
In stiller Dankbarkeit, Freude und in einer erwartungslosen, nichtwissenden Haltung, begegnen wir einem Ort, einem Bewusstseinsfeld mit entsprechendem Respekt und Würde – in der völligen Ahnungslosigkeit, was aus dieser Begegnung entstehen mag.
So möchten wir mit dieser kleinen Auflistung, die nach und nach ergänzt wird, einige sehr spezielle Orte der Kraft vorstellen oder wieder in Erinnerung rufen. Denn: In einer dankbaren, wertschätzenden Haltung in Verbindung zu gehen mit der uns umgebenden Natur, kann ein ungeahnt bereicherndes Erlebnis sein – nicht nur an Kraftorten, sondern grundsätzlich überall.
Verenaschlucht

Der Name der Schlucht, nahe Solothurn, geht auf die heilige Verena zurück. In einer Höhle hinter der heute noch bestehenden Stankt Martinskapelle, soll die heilige Verena im dritten Jahrhundert nach Christus gelebt und sich als Heilerin einen sehr bekannten Namen gemacht haben. Die Einsiedelei am Ende der Schlucht wird noch heute bewohnt und gepflegt.
Bemerkenswert sind die beiden Kapellen, einerseits die Sankt Verenakapelle, die in den steilen Felsen gebaut ist und andererseits die Sankt Martinskapelle mit dem stattlichen Altar und den alten Malereien. Auffallend sind ebenfalls die Wiederholungen der drei Heiligen Frauen in Bild und Skulptur.
Auszug Wikipedia: „Als Ursprung einiger Heiligendreiheiten werden oft vorchristliche Göttinnen vermutet. Zumindest die Bevorzugung der Dreiergruppen scheint auf vorchristliche Bräuche und Vorstellungen wie etwa die keltischen Matronen zurückzugehen. Auch die teils bis heute noch sichtbaren antiken Steindenkmäler sind manchmal später als christliche Heiligendarstellungen gedeutet und in den Kult aufgenommen worden. Eine direkte Kontinuität von Figuren oder Namen konnte bisher jedenfalls noch nicht nachgewiesen werden.“
Früher als Wallfahrtsort bekannt, wird die Verenaschlucht heute mehrheitlich als Familienausflugsziel erwandert. In der Kapelle der heiligen Verena wird eine sehr hohe Erdenergie gemessen, angeblich bis zu 27’000 Boviseinheiten. Leider ist der vermutlich kraftvollste Bereich der Kapelle, mit dem Sarg Jesu und verschiedenen Figuren Heiliger, abgesperrt. Ein Besuch lohnt sich so oder so.
Engstlenalp

Ausgangspunkt ist Engelberg im Kanton Obwalden in der Zentralschweiz. Über den Jochpass hinab durch das Schaftal gelangt man zum malerischen Engstlensee im Kanton Bern. Das ganze Gebiet ist ein grosser, mystischer Kraftort, eingebettet in wunderschöner Alpenlandschaft.
Das Zentrum dieses Juwels ist ein grosser Stein, der beim Abstieg schon von weitem gut erkennbar und prominent im Gebiet thront. In der kleinen Alpsiedlung wird ein urchiges Hotel in der 4. Generation von der Familie Immer betrieben, deren Gastfreundschaft dieser eindrücklichen Gegend entspricht. Der Weg vom Hotel zum See führt an einem Moränenrücken mit Arven vorbei, auf welchem der grosse Stein zu sehen ist. Hier wurden mit dem Biometer 48’000 Boviseinheiten gemessen, was der Ausstrahlungskraft der Pyramiden von Gizeh entspricht. Der Kompass ist aus unerklärlichen Gründen desorientiert. Ausführliche Beschreibungen sind im Buch „Orte der Kraft in der Schweiz“ von Blanche Merz, erschienen im AT Verlag, ISBN 3-85502-631-9, zu finden.
Diese unbeschreibliche Kraft, die von diesem Ort ausgeht, ist mehr als eindrücklich. Sie lässt einen demütig, dankbar und erfüllt sein über die reine Schönheit dieser Erde. In präsenter Achtsamkeit, Dankbarkeit und Demut dürfen wir uns dem Felsen nähern und hinfühlen, beobachten, erfassen, auf welche Art und Weise wir Menschen eingebettet sind in ein ewig grosses Wunder. Ein Geheimtipp: Halte Dich nicht abends vor dem Schlafen für längere Zeit in der Nähe des Steines auf, da es sein kann, dass Du kein Auge mehr zumachst ;-).

Corinne Faenzi
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